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Königin Luise

 Luise, Prinzessin zu Mecklenburg Strelitz, vollständiger Name Luise Auguste Wilhelmine Amalie, Herzogin zu Mecklenburg.

Luise wurde am 10.März 1776 in Hannover als Tochter des Herzogs Karl zu Mecklenburg- Strleitz und seiner Frau Prinzessin Friederike zu Hessen-Darmstadt geboren. Friederike war bei iher Hochzeit mit Karl Ludwig gerade einmal 16 Jahre alt und sollte in den kommenden 13 Jahren 10 Kinder gebären, von denen nur 5 Kinder das Kindesalter erreichten. So verlor Prinzessin Luise mit 6 Jahren ihre Mutter, sie starb im Kindbett.

Nachdem ihr Vater ihre Tante geheiratet hatte, starb auch diese im Kindbett und so wurden die 6 Kinder aus erster und zweiter Ehe getrennt und Luise zu ihrer Großmutter nach Darmstad zur weiteren Erziehung geschickt. Luise, als Kind mit Beinamen wie „Jungfer Husch“ und „unsere tolle Luise“ bedacht, war noch als Jugendliche kindlich unbefangen und verspielt. Doch erhielt die Prinzessin Unterricht in Englisch, Geschichte und Deutsch sowie im Zeichnen und Malen und im Klavierspiel. Luise war keine gute Schülerin, erst später machte sie sich daran Bildungslücken zu schließen und bildete sich mit entsprechender Lektüre weiter.

Zum ersten Mal traf Luise den 22-jährigen Kronprinzen Friedrich Wilhelm am 14. März 1793, am 19. März machte er seinen persönlichen Heiratsantrag und am 24. April fand in Darmstadt die offizielle Verlobung statt. In einem Ehevertrag wurde festgehalten, dass Luise eine bestimmte Summe „zu selbsteigener Disposition“ erhalten sollte, die sich bei der Geburt eines Sohnes deutlich erhöhen würde; für eine Tochter war nichts dergleichen vorgesehen. Am 24. Dezember 1793 wurde sie mit dem Kronprinzen nach altem Hofzeremoniell im Weißen Saal des Stadtschloss getraut.

Als Mutter erfüllte Luise alle Erwartungen, die an sie gestellt wurden. In knapp 17 Ehejahren brachte sie zehn Kinder zur Welt, sieben von ihnen erreichten das Erwachsenenalter – eine für damalige medizinisch-hygienische Verhältnisse überdurchschnittlich hohe Quote –, einige gelangten in höchste Positionen.

Am 25. Juni 1810 kam Königin Luise nach Neustrelitz, wo ihr Vater seid 1794 als Herzog resedierte, um ihre Verwandten wieder zu sehen und um sich zu erholen. Schon nach kurzer Zeit erkrankte die Königin an Lungenentzündung, die zuerst für harmlos befunden wurde. Ein verherrender Fehler!

Am 19. Juli 1810 erlag Königin Luise ihrem hohen Fieber, den Kreislaufstörungen und den Erstickungsanfällen, im Kreise ihrer Familie.

Im Laufe ihres Lebens und auch nach ihren Tod begleiteten Luise verschiedene Namen und Mythen. So wurde sie als bürgerliche Königin gefeiert, als Märtyrerin verehrt und als preußische Madonna überall erwähnt.

Luise zu Mecklenburg-Strelitz starb jung, doch stolz!

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